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Schnelle Nachverdichtung in Leverkusen mit Modulbauten



<span identity11.2019) Die Wohnungsgesellschaft Leverkusen (WGL) ist das kommunale
Wohnungsunternehmen der Stadt Leverkusen. Jeder 10. Leverkusener wohnt derzeit
in Räumen der WGL.

Mit ihren rund 7.000 Wohneinheiten stellt die WGL dem städtischen
Wohnungsmarkt ein breit gefächertes Angebot zur Verfügung, das ständig
vergrößert wird. Allein in den neuen Wohnanlagen Zschopau- bzw.
Unstrutstraße im Stadtteil Rheindorf (siehe

Google-Maps
) entstehen 2019 in zwei Bauabschnitten a hundred neue
Wohnungen. Das Besondere daran: Anders als in der Vergangenheit
werden diese nicht „Stein auf Stein“ erbaut, sondern erstmals in Modulbauweise.
Das Gebäude in der Zschopaustraße ist seit Mai 2019 bezogen, die
Fertigstellung zweier Häuser in der Unstrutstraße wird für Dezember
erwartet.

Als im Oktober 2018 das erste ALHO Raummodul auf der Baustelle
Zschopaustraße am Kran hing, feierten WGL, die Stadt Leverkusen und ALHO ein
kleines Fest: Denn became hier stattfand, battle selbst für einen
Woh­nungs­bau-Profi mit jahrzehntelanger Erfahrung wie der WGL ein Novum und
der Startschuss für das erste modulare Wohngebäude der Stadt.

alle Fotos © ALHO 

Schnelle Nachverdichtung

Der Neubau ist ein klassisches Projekt innerstädtischer Nachverdichtung,
wie es angesichts der Wohnungsknappheit derzeit von vielen deutschen Städten
angestrebt wird. Der besondere Vorzug der Modulbauweise liegt dabei in der
Schnelligkeit: Knapp ein Jahr nur dauerte der Bau des viergeschossigen
Wohnkomplexes – und zwar vom Tag der Auftragsvergabe bis zur Übergabe der 36
Wohneinheiten. ALHO übernahm dabei zunächst die Planung des Gebäudes und
nach gewonnener Ausschreibung als Generalübernehmer auch dessen Realisierung
sowie das Engineering der durch die Bauherrin erstellten massiven
Teilunterkellerung.

„Der angespannte Wohnungsmarkt insbesondere auch in Leverkusen verlangt
nach wirtschaftlich und vor allem schnell umzusetzenden Neubauten“, sagt
Wolfgang Mues, Geschäftsführer der WGL. „Die serielle Bauweise mit
Raummodulen aus Stahl ist für diese Zwecke geradezu prädestiniert. Noch
während der Erstellung des Kellerrohbaus wurden im ALHO-Werk die Raummodule
vorgefertigt – insgesamt 84. Diese Parallelität bei der Bauausführung bringt
einen weiteren, enormen Zeitvorteil mit sich.“

Generell dauert eine Modulmontage nur wenige Tage. Anschließend werden
die modulübergreifenden Verbindungen geschaffen, das Dach und die Fassade
montiert. Der jeweilige Vorfertigungsgrad entscheidet dann darüber, wie
schnell die Ausbaugewerke vorankommen. Sicher ist immer: Zeitaufwand,
Schmutz- und Lärmbelästigung werden dabei auf ein Minimum reduziert – gerade
bei innerstädtischen Nachverdichtungsprojekten und beim Bauen im Bestand ein
erheblicher Vorteil.

Individuelle Architektur, passend zum Bestand

Modular errichtete Wohngebäude können als kubische Punkthäuser mit
flachem Dach, als langgestreckte Flachdachriegel entlang der Straße oder um
einen Innenhof herum gruppiert werden. Auch Grundrisse außerhalb des
orthogonalen Rasters und mit Satteldächern versehen sind möglich. Viele
inzwischen realisierte ALHO Wohnbauten zeigen diese Bandbreite.

Im Leverkusener Stadtteil Rheindorf – zwischen Rheinufer, Wupperzufluss
und dem seenreichen Freizeitareal Voigtslach gelegen – besitzt und verwaltet
die WGL bereits mehrere Wohngebäude aus den 1950er und 1960er Jahren und
sieht dort durchaus Potenzial für weitere Entwicklungen. So konnte die WGL
von der Deutschen Bahn AG ein Grundstück für ihre Nachverdichtungspläne
erwerben, das jahrelang für den Bau einer Bahntrasse freigehalten worden
battle, nun aber bebaut werden durfte,

„Besonders großen Wert legten wir auf eine lebendige Fassadengliederung
durch Vor- und Rücksprünge sowie vorgesetzte Balkone. Das Farbkonzept wurde
durch die Bauabteilung der WGL intern erarbeitet und nimmt Bezug auf unsere
bereits modernisierte Gebäude in der Nachbarschaft. Die Gebäude sollen als
Neubauten zu erkennen sein, jedoch die Architektursprache des
Gebäudebestandes aufnehmen und sich harmonisch in die Umgebung und das Grün
einfügen. Mit ALHO ist das sehr gut gelungen“, freut sich
WGL-Geschäftsführer Mues.

Wohnungsmix für die tatsächlichen Bedürfnisse im Quartier

Wann immer Neubauten mit vielen identischen Nutzungseinheiten erstellt
werden, macht der Einsatz von seriell hergestellten Moduleinheiten Sinn. Mit
der freitragenden Stahlkonstruktion der Raummodule ohne tragende Innenwände
sind Raumgrößen und Grundrisse auf jeder Etage unabhängig voneinander
möglich und zu einem sehr vitalen Wohnungsmix kombinierbar. Und auch später
noch können Grundrisse verändert werden. Wohnungsbaugesellschaften können so
ihr Raumangebot nach dem jeweiligen Bedarf des Wohnungsmarktes sowie den
Bestimmungen ausrichten, die für den geförderten Wohnungsbau gelten und
genießen dabei große Planungssicherheit.

„Durch den hohen Grad der Flexibilität der Raummodule konnten die
Vorgaben der Architektur sowie die Auflagen der Bewilligungsbehörden für den
öffentlichen Wohnungsbau problemlos eingehalten werden“, bestätigt Herr Mues.
Im Falle des Neubaus Zschopaustraße bedeutete das für ALHO, die
Entwurfsplanung dem geforderten Wohnungsmix anzupassen und die dafür nötigen
Module im Sinne des seriellen Entwurfsgedankens in ein gleichmäßiges
Modulraster einzubinden. Entstanden sind so …

  • zwölf 2-Zimmerwohnungen à sixty one,47 m²,
  • zwölf 3-Zimmerwohnungen à seventy four,02 m² sowie
  • zwölf four-Zimmerwohnungen à ninety six,69 m².

Hoher Vorfertigungsgrad

Alle Wohnungen sind mit 1 Meter breiten Türen, ausreichend
Bewegungsfläche, schwellenlosen Balkonübergängen und bodengleich gefliesten
Duschen barrierefrei gestaltet. Ihre Ausstattung erfolgte nach dem
Ausbaustandard der WGL und konnte zu einem sehr hohen Grad bereits im ALHO
Werk eingebaut werden – die Module für die Bäder sogar zu one hundred Prozent.

Die Gliederung des Baukörpers in drei separat erschlossene Bereiche,
erforderte die Integration dreier Erschließungszonen. Auch hier struggle die
serielle Vorfertigung der Raummodule von Vorteil, denn die Treppenläufe und
sogar die Aufzugskerne wurden ab Werk in die Module integriert.

Innovative Energieversorgung

Die WGL will nachhaltig arbeiten, sieht Wohnungen als längerfristiges
Wirtschaftsgut und legt dementsprechend Wert auf eine zukunftsorientierte
Energieversorgung ihrer Gebäude: Als Energieträger für die Heizungs- sowie
Warmwasseraufbereitung steht in Rheindorf Fernwärme aus dem Leverkusener
Müllheizkraftwerk zur Verfügung. Das Dach des 68 Meter langen Gebäuderiegels
stellte die WGL der Energieversorgung Leverkusen (EVL) für die Installation
einer Photovoltaikanlage zur Verfügung deren Ertrag den Mietern über ein
sogenanntes „Photovoltaik-Mieterstrommodell“ zugute kommt. Die Vermarktung
des PV-Stromes erfolgt dabei ausschließlich durch den Energieerzeuger.
Überschüssiger Strom wird ins öffentliche Netz eingespeist – siehe auch
Beitrag „Verbändebündnis
legt Sieben-Punkte-Plan für mehr Mieterstrom vor
“ vom 6.10.2019.

„Durch den Entfall der Netzentgelte kann so der Strompreis für einen
durchschnittlichen Verbrauch pro Haushalt und Jahr um bis zu 100 Euro
reduziert werden“, freut sich Wolfgang Mues.

Weitere Informationen zu
Wohngebäuden in Modulbauweise können in step with
E-Mail an ALHO angefordert werden.

siehe auch für zusätzliche Informationen: