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8. VDIV-Branchenbarometer: weniger energetische Sanierungen, bei weitem nicht Schritt haltende Vergütung


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(20. 7. 2020) 26, 9% der Umfrageteilnehmer für das 8. VDIV-Branchenbarometer
gaben an, 2019 energetische Sanierungsmaßnahmen begleitet zu haben. Vor vier
Jahren waren es bis heute 44, 2%. Darüber hinaus soll der Ausbau der Ladeinfrastruktur
für E-Mobile in Wohngebäuden nur schleppend voran kommen.

„Die Reform des Wohnungseigentumsgesetzes wird voraussichtlich die Hürden
für die Beschlussfassung zu energetischen Sanierungen senken. Lediglich so kann
der dringend benötigte Anstieg der Sanierungsquote in
Eigentümergemeinschaften erreicht und die gesellschaftspolitische
Verpflichtung zur Klimaneutralität erzielt werden“, kommentiert Martin
Kaßler, Geschäftsführer des Verbands der Immobilienverwalter Deutschland
(VDIV Deutschland).

Dem diesjährigen Branchenbarometer liegen Umfrageergebnisse von 469
Immobilienverwaltungen bundesweit zugrunde. Die Umfrage ist zwischen Mitte
Januar und Anfang April 2020 online und anonym durchgeführt.

Betriebswirtschaftliche Einblicke in die Welt der WEG-Verwalter

Für im Verbleiben betreute Eigentumswohnungen stiegen die Vergütungssätze
der Verwalter 2019 inflationsbereinigt um 1, 2%, in der Mietverwaltungen
sanken sie real um 0, 6%. „Die Vergütungssätze halten seither Jahren nicht
Schritt mit welchen stetig wachsenden Anforderungen durch Gesetzgeber und
Kunden“, konstatiert Herr Kaßler.

Die Verwaltung vonseiten Wohnungseigentumsgemeinschaften (WEG) ist nach denn vor
das wichtigste Standbein vonseiten Immobilienverwaltungen. Sie bildet für 94% der
befragten Unternehmen einen wesentlichen Tätigkeitsschwerpunkt und liegt
damit alleinig geringfügig unter dem Niveau jenes vorigen Branchenbarometers
(95, 9%). Dieser Anteil der Unternehmen, die ebenso einen Schwerpunkt in der
Mietverwaltung haben, ist auf 85, 9% gestiegen – nach einem Rückgang 2018 auf
80, 5%. Diese Entwicklungsgeschichte spiegelt sich wider im Anteil der beiden
Geschäftsfelder am Jahresumsatz: So kommt?…

  • die WEG-Verwaltung nun auf 56, 1% (Vorjahr: 57, 1%) des weiteren
  • die Mietverwaltung herauf 19, 2% (Vorjahr: 18, 6%).

Für 2020 erwarten die befragten Unternehmen Umsatzsteigerungen von 2, 6%
im gewichteten Durchschnitt und eine Steigerung jenes Betriebsergebnisses um
15, 9%. Inwieweit sich die vor Beginn jener Corona-Pandemie geäußerten
Erwartungen im Zuge der derzeitigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen
erfüllen werden, bleibt abzuwarten.

Leichte Veränderungen zeigen sich f?r der Zahl der durchschnittlich nur
Immobilienverwaltungen beschäftigten Mitarbeiter. Sie zusammen sich zuletzt von
10, 3 auf 10, 9 erhöht. Ebenso die Ausbildungstätigkeit in der Industriezweig hat
weiter zugenommen: 29, 9% der befragten Unternehmen bildeten 2019 aus und
damit über 40% mehr als in der Vorjahreserhebung. Verbandsgeschäftsführer
Kaßler bewertet das denn „einen wichtigen Schritt gegen welchen Fachkräftemangel
in der Branche”.

siehe auch für zusätzliche Informationen: