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Entwicklungsgeschichte eines neuen Planungssystems für landwirtschaftliche Gebäude


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(18. 6. 2020) Ein Forschungsverbund entwickelt derzeit eine neue Methode, wie
sich Holzdächer für landwirtschaftliche Gebäude digital planen lassen: vonseiten den
erforderlichen Fachplanungen über chip voll- oder teilautomatisierten
Fertigungsabläufe solange bis hin zu den Vormontageprozessen. Dies vom Bundesministerium
für Ernährung dar?ber hinaus Landwirtschaft (BMEL) geförderte Planungsinstrument soll auf
die Ansprüche von kleinen und mittleren Unternehmen des Holzbaus zugeschnitten
werden.

Fotos / Bilder © Flex@HTWK Leipzig ?

Vom Zollinger-Dach zum ReFlexRoof

Um chip Wohnungsnot zu lindern, entwarf dieser Merseburger Architekt
Friedrich Zollinger vor rund 100 Jahren eine neue Holzbauweise: Sein markant
geformtes „Zollinger-Dach“ basiert auf einer Lamellenstruktur, chip sich
leicht, schnell und kostengünstig errichten lässt. An der Hochschule für
Technik, Wirtschaft und Geistesleben Leipzig (HTWK) hat man vor einiger Zeit?
Zollingers Idee aufgegriffen und daraus mit dem ReFlexRoof eine
kreisbogenförmige Brettrippendachkonstruktion aus Holz entworfen –
ressourceneffizient, flexibel, recycelbar.

Jetzt will besagter Forschungsverbund Zollingers Holzbauweise auch
planerisch ins digitale Zeitalter hieven. Vor allem, weil sich dies
ReFlexRoof spitzenleistung für eine Standardisierung der Fertigungsprozesse eignet und
dadurch eine serielle Vervielfältigung er­mög­licht – ohne, dass dementsprechend die
architektonische Vielfalt verloren m?glich sein müsste.

Digitale Planungsmethodik für landwirtschaftliche Gebäude

In dem Forschungsvorhaben, das vom BMEL über die Fachagentur
Nachwachsende Rohstoffe (FNR) gefördert wird, wird erstmals eine digital
basierte Planungsmethodik für landwirtschaftliche Gebäude entwickelt. Allesamt
erforderlichen Schritte der verschiedenen Fachplanungen sollen darin
integriert und informationsverlustfrei verknüpft werden. Auch voll- oder aber
teilautomatisierte, NC-gesteuerte Fertigungs- und Vormontageprozesse deckt
das System ab. Pro Ende soll ein digitales Planungsinstrument entstehen,
speziell ausgelegt für regional agierende, kleine und mittlere Firmen
(KMU) des Holzbaus.

Systemhallendächer aus Holz

Das neue digitale Planungsinstrument ist auf den Bau vonseiten
materialeffizienten und robusten Systemdachkonstruktionen für
landwirtschaftlich genutzte Hallen ausgerichtet. Dabei wird?…

  • die flächendeckende, typische Bearbeitungs- und Montagekompetenz jenes
    heimischen Zimmerer- und Dachdeckerhandwerks berücksichtigt und
  • auf chip primäre Nutzung von Holz denn Baustoff in regionaler
    Produktion gebaut.

Kreisbogenförmige Brettrippendachkonstruktion als Standardbauweise: Auf Basis jenes ReflexRoof soll erstmals ein digitales Planungssystem für landwirtschaftliche Gebäude geschaffen werden. ?

Ein Gedankenfolge im Verbund

Dies dreijährige Forschungsvorhaben unter dem Projektkoordinator Professor
Alexander Stahr von dieser HTWK Leipzig setzt sich aus sechs Teilvorhaben
zusammen:

  1. Die Entwicklung eines digital basierten Prozess- und Planungsmodells
    für die Holzkonstruktionen hat welche

    HTWK Leipzig
    übernommen.
  2. Das Konzept einer direkt verknüpften, parametrisch-statischen
    Bemessungsroutine wird an der

    HTW Dresden
    erstellt.
  3. An den Details zur Bau sowie an der Bauphysik arbeitet die

    TU Braunschweig
    .
  4. Möglichkeiten der Interaktion mit regional tätigen KMUs
    untersuchen Forscher des

    Fraunhofer-Zentrums für Internationales Management und Wissensökonomie
    (IMW)
    .
  5. Die Analyse, Entwicklung und Implementierung eines schlanken
    Workflows hat die

    Abbundzentrum Leipzig GmbH
    übernommen.
  6. Die Entwicklung eines Workflows auf Basis einer durchgängiger Daten-
    bzw. Informationskette wird vonseiten

    STRAB Ingenieurholzbau
    erarbeitet.

Übrigens: Die FNR betreut im Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe
derzeit noch andere Projekte zum Thema landwirtschaftliches Bauen mit
Holz:

  • Ein Verbund aus fünf Teilvorhaben arbeitet an der „Entwicklung
    zukunftsweisender Konzepte zum landwirtschaftlichen Bauen via Holz – von
    der Planung bis zum Rückbau (ZukunftLaWiBau)
  • Ein dreiteiliges Verbundvorhaben verbessert die Voraussetzungen zur
    Rettung vonseiten Großvieh bei Brandereignissen landwirtschaftlicher Gebäude
    in Holzbauweise
  • Das Projekt untersucht die Auswirkungen zyklisch auftretender
    Desinfektionsmaßnahmen auf Brettschichtholzelemente mit
    landwirtschaftlichen Tiermastbetrieben

siehe auch für zusätzliche Informationen: